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Künstliche Intelligenz gilt als Fortschritt der Softwareentwicklung. Doch ihr rasantes Wachstum verlagert die Debatte vom Modell auf die zugrundeliegende Infrastruktur.

Die Cloud wirkte lange Zeit schwerelos, da ihre technischen Voraussetzungen kaum noch sichtbar waren. Für Nutzer erschien das Digitale vor allem als Oberfläche, während die Technik dahinter unsichtbar blieb. Dateien lagen nicht mehr auf dem eigenen Rechner und Programme wurden zu Diensten im Browser. Mit künstlicher Intelligenz endet diese bequeme Abstraktion. Je größer die Modelle werden, desto deutlicher wird, dass digitale Intelligenz nicht allein aus Daten entsteht. Sie braucht Strom und eine Infrastruktur, deren Betrieb selbst zum Thema wird.

Der Begriff „Cloud“ war stets auch eine ästhetische Vereinfachung. Er machte die technische Infrastruktur sprachlich unsichtbar und ersetzte sie durch ein Bild der Leichtigkeit. Tatsächlich stehen dahinter Rechenzentren, deren Betrieb enorme Mengen Strom verbraucht und eine aufwendige Kühlung erfordert. Künstliche Intelligenz erfindet diesen Unterbau nicht neu, sondern verändert seine Bedeutung. Früher standen vor allem Speicher und Übertragung im Vordergrund. Heute entstehen Systeme, deren Bedarf an Rechenleistung in kurzer Zeit massiv gewachsen ist.

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